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Bewohnerbeirat

Die Bewohnersprecher vertreten die Interessen aller Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, die die Wohnangebote der Lebenshilfe Bremen nutzen. Aus jeder Wohngemeinschaft, Wohngruppe, dem Wohntraining und dem Externen Wohnen werden Vertreter in den Bewohnerbeirat gewählt. 29 Bewohnersprecher bilden den Bewohnerbeirat der Lebenshilfe Bremen.
Der Bewohnerbeirat trifft sich regelmäßig in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe. Zwei Unterstützerinnen stehen dem Beirat zur Seite. Sie protokollieren die Sitzungen in Leichter Sprache und unterstützen den Beirat, damit er seine Aufgaben wahrnehmen kann. In ihren jeweiligen Häusern werden die SprecherInnen durch gewählte MitarbeiterInnen unterstützt.
Eine Arbeitsgruppe des Bewohnerbeirats trifft sich wöchentlich im Büro des Bewohnerbeirats: immer freitags von 12 bis 15 Uhr. Der Bewohnerbeirat ist zu dieser Zeit telefonisch zu erreichen.

Themen

Auf seinen Sitzungen beschäftigt sich der Bewohnerbeirat mit Themen, die in den Häusern aktuell sind. Das können praktische Dinge sein wie der Einbau neuer Küchen oder Streitigkeiten unter Bewohnern. Themen der letzten Jahre waren die Mitsprache bei der Einstellung neuer Mitarbeiter in den Häusern, die Durchführung der Bürgerschaftswahl oder Aufgaben der Heimaufsicht. Fortbildungen und Treffen mit anderen Heimbeiräten stärken die Kompetenzen der Bewohnersprecher.  Es gab zum Beispiel eine Schulung zur Inklusion. Als das Thema Heimaufsicht aufkam, lud der Bewohnerbeirat einen Mitarbeiter der Heimaufsicht zu seiner Sitzung ein.

Entstehung

Der Bewohnerbeirat als Selbstvertretungsgremium ist heute eine Selbstverständlichkeit. Vor 25 Jahren war er etwas Besonderes. Vorausgegangen war das Heimgesetz von 1974, das bundesweit für alle stationären Einrichtungen galt, in denen ältere Menschen, Pflegebedürftige oder Menschen mit Beeinträchtigungen lebten. Die Heimmitwirkungsverordnung von 1976 legte fest, dass und wie Heimbewohner in den Heimen mitwirken sollten. In Paragraf 2 hieß es: „Die Träger des Heims haben auf die Bildung von Heimbeiräten hinzuwirken.“
Regelmäßige Treffen aller Bewohner der Lebenshilfe in ihren jeweiligen Häusern führten zur Wahl von Bewohnersprechern. Die Bewohnersprecher trafen sich seit 1983 zunächst in kleineren, dann in größeren Gruppen. Bis 1987 der Bewohnerbeirat der Lebenshilfe Bremen seine Arbeit aufnehmen konnte. Die Lebenshilfe war der erste Träger von Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bremen, dem es gelang, einen Bewohnerbeirat zu etablieren.