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Konzept im Detail

Unser Konzept ermöglicht es den Erzieherinnen, situativ auf das Kind als Akteur einzugehen und es als Forscher mit eigenen Ideen und kreativen Möglichkeiten zu unterstützen. Aufbauend auf die Ideen der Kinder werden Dialog und gemeinsame Spiele und Aktivitäten prozessorientiert gestaltet. „Der Weg ist das Ziel“! Dabei nimmt die Erzieherin eine begleitende Rolle ein. Den Kindern wird Raum gegeben für ihre frühkindlichen Forschungen, Experimente und Erkundungen der Welt. Die Erzieherinnen sorgen für den Rahmen und die Objekte, wie zum Beispiel Naturmaterialien, Haushaltsgegenstände, Materialien zum Erkennen von einfachen technischen Grundfunktionen etc. Diese Erforschung von Ursache und Wirkung bildet eine wichtige Basis für die Gesamtentwicklung des Kindes.

Die Spiel- und Bewegungsangebote werden orientiert am Entwicklungsniveau des Kindes geplant, vorbereitet und begleitet.

Sowohl Förderpläne für einige Kinder, als auch eine offene Planung, als geordnete Sammlung von Vorausüberlegungen zur Tages- Wochen- und Monatsgestaltung im Jahresverlauf, haben sich hier als praktisch erwiesen. Die Spiel- Bewegungs- Förder- und Übungssituationen werden so gestaltet, dass sich alle Kinder, unabhängig vom Alter oder von ihren Fähigkeiten, selbst gewählt beteiligen können. Abweichungen und Differenzierungen sehen wir dabei als pädagogisches Prinzip.

Durch die Altersmischung von null bis drei Jahren leben alle ganz selbstverständlich damit, dass manche Kinder z.B. noch nicht laufen können und andere noch gefüttert werden. Alle machen die gemeinsame Erfahrung, dass es Situationen gibt, in denen man Hilfe braucht! Beiläufig erfahren die Kinder, von Anfang an, dass jeder anders ist und jeder Mensch seinen individuellen Lernrhythmus hat.

Dazu kommt, dass Kinder dieser Altersgruppe noch kein ausgeprägtes Zeitgefühl haben. Für die Kinder spielt es also keine Rolle wann jemand sprechen kann oder in welchem Alter der Spielkamerad allein essen kann.

Ausgangspunkt für uns ist das Prinzip der Ganzheitlichkeit. Unsere Aufgabe besteht darin, den Körper, den Geist und die Psyche eines Menschen als eine zusammenhängende Einheit zu verstehen. Die Grundbedürfnisse nach Zuwendung, Anregung und Struktur haben alle Kinder und sind deshalb in unserer Arbeit von zentraler Bedeutung.

Spiel- und Aktionsmöglichkeiten werden so gestaltet, dass alle Kinder aktiv teilnehmen können. Der Ausgangspunkt der Förderung sind die Eigenkräfte des Kindes, die wahrgenommen und durch pädagogische Förderung unterstützt und weiterentwickelt werden. Ein Ziel dabei ist die Begrenzung einer Behinderung, das Vermeiden von Beeinträchtigungen oder auch das Aufholen der Entwicklungsverzögerung.

Für das Kind sind Denken, Handeln, Fühlen, Motorik und Wahrnehmung untrennbar miteinander verwoben. Die Förderung setzt dem gemäß an der Lebens- und Erfahrungswelt des Kindes an. Das Kind entscheidet für sich, ob es Angebote annimmt und in welcher Form. Wir unterstützen das Kind dabei mit seinen Entwicklungsaufgaben. Unsere Arbeitsweise richtet sich nicht nach starren pädagogischen Schemata, sondern gestaltet sich in einem gegenseitigen Wechselprozess mit dem Kind und seiner Familie. Die Behinderung ist ein Teil der Persönlichkeit des betroffenen Kindes, seiner Familie und seiner Lebenssituation und erfordert dadurch ein ganzheitliches Verständnis und eine individuelle Umgehensweise.

Um die Vielfalt der Kommunikation, die kindlichen Botschaften und die Mitteilungen der Familie adäquat zu verstehen und zu „begreifen“, ist ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen notwendig.

Familiengespräche, Fortbildungen und Ausbildungen, zum Beispiel in systemischer Familientherapie sorgen dafür, dass die Orientierung und die Eigenentwicklung der Mitarbeiterinnen stets neue Impulse und Resonanzen erfahren. Die Mitarbeit in Netzwerken, Arbeitsgruppen und die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen bietet uns eine wichtige Basis zur Qualitätssicherung und Wirksamkeit der Arbeit. Wir wollen handelnd wahrnehmen und verstehen in der Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und anderen Fachleuten.

Die Entwicklungsbegleitung der einzelnen Kinder auf ihren individuellen Entwicklungsstufen leistet eine Ergänzung und ein Gegengewicht zu den Erfahrungen im familiären Rahmen. Der Austausch und Kontakt mit den Eltern bietet dabei die Basis zur Gesamtentwicklung der Kinder.

Das Zusammenspiel der Kräfte, der Energie jedes einzelnen, ob „klein“ oder „groß“ ergibt ein System, an dem alle gleichermaßen beteiligt sind. Niemand entwickelt sich allein – also wollen wir uns gemeinsam weiter bewegen und entwickeln.